„Ich erfahre meinen Körper genau wie jedes andere Objekt,
nämlich indem ich ihn fühle…“

GERDA ALEXANDER (1908-1994)
entwickelte und lehrte die Eutonie Pädagogik in den 1940er Jahren in Kopenhagen.
Ihr Anliegen war es, die körperliche Empfindsamkeit des Menschen anzusprechen.

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EUTONIE PÄDAGOGIK

Das Wort EUTONIE kommt aus dem Griechischen:
EU- gut, wohl, angemessen, ausgeglichen und
TONUS- Spannung, Stimmung.

Das Wort EUTONIE weist darauf hin, dass Körper und Psyche eng miteinander verwoben sind und aufeinander wirken. Mit TONUS wird der Spannungszustand aller Strukturen im Körper bezeichnet. Dieser ist immer davon beeinflusst, wie ein Mensch gestimmt ist (traurig, fröhlich, müde, wach usw.…)

Idealerweise passt sich ein gesunder Körper in seinem Spannungszustand den verschiedensten seelischen Stimmungen an. Umgekehrt beeinflussen Gemütszustände die körperliche Grundspannung, was in der EUTONIE als TONUSFLEXIBILITÄT bezeichnet wird.

Oft ist dieses fein abgestimmte System durch äußere Einflüsse gestört.
Stresssymptome, Schlafstörungen, psychische Belastungen und damit verbundene Schmerzen im Muskel-und Bewegungsapparat sind die Folge.

Hier setzt die EUTONIE PÄDAGOGIK an, um einen SPANNUNGSAUSGLEICH zu schaffen, wo Ungleichgewicht entstanden ist.

Das ZIEL ist es, ein Empfinden für das eigene Körpergeschehen und die psychische Verfassung zu entwickeln.
Das geschieht unter Anleitung der Eutonie Pädagogin oder des Eutonie Pädagogen in Gruppen- oder Einzelstunden zur Verbesserung der Selbstwahrnehmung.

EUTONIE IST KEINE GYMNASTIK!

Es wird bewusst darauf verzichtet, Übungen oder Bilder vorzuturnen oder vorzugeben.
Es geht vielmehr darum, Ideen und Anregungen zu vermitteln, sich selber zu spüren und wahrzunehmen.
In kleinen und spürsamen Bewegungen (sensomotorisches Lernen) wird ein waches Bewusstsein für den eigenen Körper und seine Bewegungsabläufe geschaffen. Diese können dann gut in den Alltag übertragen werden. Auch auf die psychische Verfassung können die neuen Bewegungsabläufe ausgleichende Wirkung haben.